Königin Thiberge ließ dort eine Cella errichten, eine schlichte religiöse Einrichtung, um die sich Mönche ansiedelten und so das Kloster entstand. Im 17. Jahrhundert wurde die Abtei zweimal durch Brände schwer beschädigt. Nach dem Wiederaufbau wurde sie 1674 durch ein päpstliches Schreiben von Clemens X. zur königlichen Abtei erhoben. Der Bau der heutigen Gebäude begann 1681, wie die Inschrift am Eingangstor belegt.
Nach der Französischen Revolution wurde das Kloster zunächst in einen Weinbaubetrieb umgewandelt und später, um 1840, zu einer Pferdepoststation. Im Jahr 1862 wurde es schließlich in eine Herberge umgewandelt und damit zum ersten Hotel-Restaurant am Ufer des Annecy-Sees. Bis heute bewahrt die Abtei wertvolle Zeugnisse ihrer Vergangenheit, darunter den Kreuzgang, die Galerie zu den ehemaligen Mönchszellen sowie die „Chambre du Prieur“.